Weilheimer Hutzlabäuch e.V.
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Weilheimer Hutzlabäuch e.V.
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Die Waschweiber machen sich in Weilheim breit. Mit ihnen etabliert sich eine neue Form der "Flegga"-Fasnet.

Ihre Tradition steht zwar auf wackeligen Füßen, denn "professionelle" Waschweiber gab es in Weilheim nicht, weiß Ortschronist Anton Wolf. Aber den Bleichberg gibt es, an dessen Hang früher die Wäsche zum Bleichen ausgelegt wurde. Und das reicht allemal, um Waschweiber in die Dorf-Fasnet einzubeziehen, ist der Narrenverein Hutzlabäuch überzeugt.

Die Weichen wurden schon im vorigen Jahr gestellt. Ein alter Bauwagen wurde umgerüstet, Stromerzeuger, Gasgrill und Musikanlage installiert, und natürlich wurde der Wagen vom TÜV abgenommen. Derart gerüstet, zogen am Freitag elf "Waschweiber vom Bleichberg" durch das Dorf, wobei die "Weiber" bei näherer Betrachtung trotz immensen Aufwands und geradezu perfektem Styling ihre maskulinen Züge nicht verleugnen konnten.

Sie boten Gulaschsuppe, Rote und Getränke an. Außerdem hatten sie Wäscheklammern im Angebot. Dass das Ganze sehr gut angenommen wurde, zeigt die Tatsache, dass schon bei der zweiten von über einem halben Dutzend Haltestationen Gulaschsuppe nachgetankt werden musste. Auch Kaffee, Fasnetküchle und Glühwein gingen gut. Ein zweiter, kleinerer Anhänger, ausgerüstet mit Kaffeemaschine und Außenheizung, war bei der Kundschaft sehr beliebt.

Zum Ausklang traf man sich im Alten Schulhaus wieder. Wie berichtet wird, sollen einige "echte" Weilheimer Frauen eifersüchtig auf Schönheit und Anmut der Waschweiber gewesen sein. (Text/Foto/bu)

Zahlreiche Musikkapellen und Gruppen – darunter die "Schneidstuhlreiter aus Killer" – kamen am Samstag zum Ball der Weilheimer Hutzlabäuch in die Turn- und Festhalle.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung bewies "Eimerle" Josef Wolf seine Qualität als Programmbegleiter und "Anheizer", der das Publikum mit seiner Animation schon ordentlich in Stimmung brachte. Auf dieser Basis hatten die Gastkapellen mit ihren Auftritten keine Mühe, die Gäste mitzureissen.

Schon bei den ritterlich gekleideten "Schnorchel-Huaschtern" standen die ersten Gäste auf den Bänken und klatschten und schunkelten mit. Die "Hudelgai-Bätscher", "Bisenger Daagdieab" und Grosselfinger Lumpenkapelle knüpften nahntlos daran an und hielten das Stimmungspegel auf hohem Niveau.

Furore machten die Tanzgarden des Sportvereins. Die kleine Garde tanzte "Peterchens Mondfahrt", die mittlere Garde hatte sich deutscher Dichter, Denker, Künstler und Erfinder angenommen. Da wirbelten Albrecht Dürer, Johann Wolfgang von Goethe, Otto Lilienthal, Ludwig van Beethoven, Gottlieb Daimler und Richard Wagner über die Bühne und wurden beifallsstark gefeiert. Ihren Marschtanz mussten die Mitglieder der großen Garde aufgrund nachdrücklicher Zugabe-Rufe doppelt aufführen.

Als schaurig-schön und mit akrobatischen Einlagen versehen präsentierte sich der Hexentanz der Grosselfinger Dalbach-Hexa. Weniger akrobatisch, dafür lasziver und erotischer erwies sich der Auftritt einiger Hutzlabäuch-Vertreter. In einer Modenschau der besonderen Art präsentierten sich die "Damen" dem Publikum und dem einsam an einem Tisch sitzenden "Herrn Paul" in sexy Dessous. Das kam bei den Zuschauern natürlich bombig an. Die Jury, zu der auch Ortsvorsteherin Ingrid Riester gehörte, konnte sich nicht auf einen Gewinner einigen, sodass die Weilheimer Rathauschefin jeder "Dame" eine Flasche Edelbrause als Preis aushändigte.

Wie auch bei dem Auftritt der anderen Kapellen standen beim abschließenden Spiel der Grosselfinger Lumpenkapelle ein Großteil der Gäste auf den Bänken. Dank des Einsatzes von Alleinunterhalter Josef Thalmüller aus Bodelshausen kam auch anschließend die Musik zur Unterhaltung und zum Tanzen nicht zu kurz. (Text/Bild/bu)

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